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Libelle in der Museumssammlung
Sammlungsentwicklung und Biodiversitätsentdeckung

Die mehr als 30 Millionen Objekte umfassenden Sammlungen des Museums für Naturkunde Berlin sind eine Forschungsinfrastruktur von weltweiter Bedeutung. Sie stehen nicht nur eigenen Forschungsaktivitäten zur Verfügung, sondern auch externen Wissenschaftlern, Künstlern, Lehrenden und vielen anderen Nutzergruppen. Jedes Jahr besuchen Hunderte von Wissenschaftlern aus aller Welt die Sammlungen des Museum, um dieses einzigarte Vergleichsmaterial zu untersuchen. Zudem sind die Sammlungsobjekte ein historisch einmaliges Kulturgut und Grundlage für eine vielfältige Wissensvermittlung. Diese vielseitig genutzten Sammlungen zu erhalten, effizient zu nutzen und für die Zukunft weiter zu entwickeln ist eine große Herausforderung. Dieser stellt sich der Forschungsbereich „Sammlungsentwicklung und Biodiversitätsentdeckung“ des Museums. Um den skizzierten sowie neuen Aufgaben gerecht zu werden, geht der Forschungsbereich verstärkt neue Wege im Hinblick auf ein intelligentes Sammlungsmanagement. Er gliedert sich entsprechend in die drei Abteilungen „Sammlungsentwicklung“, „Kompetenzzentrum Sammlung“ und „Biodiversitätsentdeckung“.

Sammlungsentwicklung

Die Abteilung „Sammlungsentwicklung“ befasst sich mit der dauerhaften, möglichst optimalen und umfassenden Sicherung und Entwicklung der Sammlungen des Museums. Ein professionelles, wissenschaftlich begleitetes und internationalen Standards entsprechendes Sammlungsmanagement ist dabei die Grundlage, um die Sammlungen als globale Infrastruktur für heutige und zukünftige wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragen und Bedürfnisse weiterzuentwickeln.

Kompetenzzentrum Sammlungen

Wichtigster Faktor in einem professionellen Management sind gut ausgebildete Mitarbeiter. Nur so ist eine effektive und sachgerechte Pflege insbesondere der fragilen Objekte mit teilweise spezifischen Anforderungen gewährleistet. Die Abteilung „Kompetenzzentrum Sammlungen“ des Forschungsbereichs hat deshalb die Forschung zu konservatorischen Fragen und Problemen, die Bündelung des spezifischen Fachwissens in einem Wissenspool und, auf dieser Grundlage, den Aufbau eines Aus- und Weiterbildungsprogramms zum Ziel.

Biodiversitätsentdeckung

Die Abteilung „Biodiversitätsentdeckung“ ihrerseits widmet sich der effektiven und effizienten Erfassung und Beschreibung des Lebens auf der Erde. Sie setzt damit am Museum strategische und zukunftsweisende Ziele um, die in der Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zu den „Herausforderungen und Chancen der integrativen Taxonomie für Forschung und Gesellschaft. Taxonomische Forschung im Zeitalter der ‚OMICS‘-Technologien“ klar formuliert wurden.

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