Patenschaftskampagne "Mein Museum"

Vom Ameisenbär bis zur Zikade - die Patenschaftskampagne

Von 2004 bis 2009 warb das Museum mit einer großen Paten- und Imagekampagne um Unterstützer für die wissenschaftlichen Sammlungen und gab einige seiner Sammlungsobjekte symbolisch "in Obhut" von echten Museumsfans - die Paten. Seitdem wurden mehr als 3100 Sammlungsobjekte verpatet und Spenden im Wert von ca. 460.000 Euro für den Erhalt der Sammlungen eingeworben. So konnten wertvolle Objekte restauriert, eine bessere Unterbringung gewährleistet oder weitere Sammlunsgbestände elektronisch katalogisiert werden. Die Spenden ermöglichten aber auch die Präsentation wertvollster Objekte in den Ausstellungssälen wie die Sicherheitsvitrinen für den Urvogel Archaeopteryx oder besonders wertvolle mineralogische Schaustufen im Mineraliensaal.

Leider ist die Kampagne aufgrund der anhaltenden Baumaßnahmen in den Sammlungsbereichen eingeschränkt. Wir nutzen die Zeit, um an einem neuen Format zu arbeiten.

Pate werden

Auf Anfrage vermitteln wir gern noch einzelne Patenschaften in den Sammlungen. Ein ausführlicher Katalog der verfügbaren Objekte ist momentan leider nicht verfügbar. Einige beliebte, verfügbare Objekte können wir Ihnen jedoch gern anbieten. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie eine Patenschaft abschließen möchten.

Patenschaften in der Bibliothek

Historisches Buch, Beyrich, Heinrich Ernst: De goniatitis in montibus Rhenansis occurrentibus, Foto: Carola Radke

Beyrich, Heinrich Ernst: De goniatitis in montibus Rhenansis occurrentibus : Dissertatio inauguralis petrefactologica. 1837.
Preis: 256,-€
Beyrichs Wirken ist mit dem Museum für Naturkunde eng verbunden: er schuf die paläontologische Hauptsammlung im Museum, die er beim Einzug (1886-1888) in das neue Museumsgebäude, in 2 Sälen aufstellte. Die von Beyrich gesammelten Fossilien sind in der Hauptsammlung niedergelegt. Ihre Patenschaft dient direkt der Restaurierung dieses Bandes.

Patenschaften in der Fischsammlung

Nilbarsch in den Sammlungen des Museums für Naturkunde, Foto: Carola Radke

Nilbarsch, Lates niloticus  (Linnaeus, 1758)
Preis: 250,-€
Nilbarsch , ex. Anatom. Coll. No. 6261 ein altes, von Klaus Garmatz restauriertes Skelettpräparat dieses bekannten und großwüchsigen Räubers; wahrscheinlich von Hemprich & Ehrenberg 1820-1825 gesammelt.  Nilbarsche sind in der Äthiopischen Region Afrikas in den größeren Strömen und manchen Seen weit verbreitet. Sie sind begehrte Fischereiobjekte und werden oft auch in Europa auf Speisekarten angeboten. Zugleich sind die bis ca. 1,9m lang werdenden, effektiven Fischfänger gefürchtet in Gegenden, in die sie in jüngerer Zeit eingeführt worden sind (so im Victoria See), wo sie die lokale Fischfauna bedrohen. Das Aussetzen von Nilbarschen in dem See führte in den 1960er-Jahren zu einer spektakulären Massenvermehrung ihrer Art und einem anschließenden Massenaussterben vor allem von endemischen Buntbarsch-Arten. Ihre Patenschaft kommt der wissenschaftlichen Sammlung zugute.

Patenschaften in den Fossiliensammlungen

Saurierknochen im Knochenkeller am Museum für Naturkunde

Gliedmaßenknochen von den Riesensauriern Brachiosaurus brancai, Barosaurus africanus und Janenschia robusta
Preis: 850,-€
Diese Stücke stammen aus dem Oberjura von Tendaguru in Ostafrika (Tansania). Die versteinerten Knochen wurden von der Deutschen Tendaguru-Expedition zwischen 1909 und 1913 ausgegraben. Mit den Patenschaften werden Restaurierungen der etwa 200 Millionen Jahre alten bedeutenden Fischsaurier des Museums für Naturkunde unterstützt.

 

Fossiles Birkenblatt und Gegenplatte, Foto: (c) Carola Radke

Birkenblatt, Betula macrophylla
Preis: 150,-€
Großblättrige Birke aus dem Tertiär (Miozän) von Stroppen /Schlesien; Typusmaterial zu Kräusel 1919. Ihre Patenschaftsgebühr dient dem Ankauf und dem Erhalt gefährdeter Sammlungen und Sammlungsteilen im Bereich der paläobotanischen Sammlung.
 

Patenschaften in der Mineraliensammlung

Pseudomalachit in der Sammlung des Museums für Naturkunde Berlin, Foto: Carola Radke

Pseudomalachit
Preis: 150,-€
Lubietova, Banska Bystrica, Slowakische Republik, 9 x 6 cm, Pseudomalachit gehört zu den Kupferphosphaten. Dieses Stück ist im Mineraliensaal ausgestellt. Das gespendete Geld wird für den Ankauf von gesicherten Vitrinen für Mineralien-Highlights verwendet.

Argenit in der Sammlung des Museums für Naturkunde Berlin, Foto: Carola Radke

Argenit
Preis: 150,-€
Freiberg, Erzgebirge, Sachsen, 11 x 6 cm, Argentit ist ein Silbersulfid und findet sich auf dieser Stufe in bis zu 0.5 cm großen Kristallen. Dieses Stück ist im Mineraliensaal ausgestellt. Das gespendete Geld wird für den Ankauf von gesicherten Vitrinen für Mineralien-Highlights verwendet.

Patenschaften in der Säugetiersammlung

Eichhörnchen in der Sammlung des Museums für Naturkunde Berlin, Foto: Carola Radke

Eichhörnchen, Sciurus vulgaris
Preis: 100,-€       
Das Eichhörnchen Sciurus vulgaris zählt zu den beliebtesten Charaktertieren unserer Heimat. Oftmals werden die 25 - 30 cm großen Tiere schnell zutraulich. Ihr Leben findet fast ausschließlich auf Bäumen statt, weshalb sie auf ihren bis zu 20 cm langen, buschigen Schwanz angewiesen sind. Dieser dient neben dem Halten des Gleichgewichtes beim Klettern auch dem Wärmen im Winter. Zu ihrer bekanntesten Verhaltensweise gehört wohl das Vergraben von Nahrung wie beispielsweise Haselnüsse, Bucheckern oder Fichtenzapfen. Sie spielen somit eine sehr wichtige Rolle beim Waldaufbau, da das häufige Vergessen ihrer Vorräte zur Keimung der vergrabenen Samen im Frühjahr führt. Innerhalb der Hörnchen-Familie zählt diese Gattung mit ca. 190 Arten zu den Größten.
Das Patenschaftsobjekt (Bildbeispiel) kommt aus München- Fürstenried und ist ein Männchen. Ihre Patenschaft kommt der wissenschaftlichen Sammlung zugute.

 

Braunbrustigel

Braunbrustigel, Erinaceus europaeus
Preis: 100,-€       

Der Braunbrustigel lebt europaweit als Unterholzbewohner in Wäldern und in Landschaften mit Büschen und Hecken, ist aber auch in durchgrünten Siedlungsbereichen und in Gärten anzutreffen. Der sehr gut ausgebildete Geruchssinn hilft ihm, seine Beute zu finden, die hauptsächlich aus Insekten besteht. Oft kann der Braunbrustigel in der Dämmerung durch seine lauten Schmatz- und Fauchgeräusche gehört werden. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen und stellt seine Stacheln auf, wovon ein erwachsener Igel etwa 7500 besitzt. Er hält mehrmonatigen Winterschlaf. Aufgrund weiträumiger Zerstörung typischer Igelhabitate, wird Erinaceus europaeus bereits in 6 Bundesländern als gefährdete Tierart eingestuft.
Ihre Patenschaft kommt der wissenschaftlichen Sammlung zugute.

Patenschaften in der Sammlung Spinnentiere und Tausendfüßer

Skorpion aus der Sammlung Spinnentiere und Tausendfüßer, Foto: (c) Carola Radke

Skorpion, Pandinus dictator
Preis: 100,-€
Dieser Skorpion ist einer von mehreren Tieren, die als Forschungsmaterial, aus Westafrika in unserer Forschungssammlung ist. Die größte Art dieser Gattung ist Pandinus imperator (dt. Kaiserskorpion, Afrikanischer Riesenskorpion oder Großer Waldskorpion). Drei Arten (Pandinus imperator, Pandinus dictator, Pandinus gambiensis) sind unter dem Washingtoner Artenschutzabkommen Anhang II geschützt, weil sie viel gefangen wurden, um in Europa als Heimtier gehalten zu werden. Die Tiere sind eher stechfaul und verteidigen sich lieber mit ihren großen Pedipalpen als mit dem Stachel. Darüber hinaus besitzen sie ein sehr schwaches Gift, was sie als Terrarientier geeignet macht. Ihre Patenschaft kommt der wissenschaftlichen Sammlung zugute.

Patenschaften in der Vogelsammlung

Schnee-Eule in der ornithologischen Sammlung des Museums für Naturkunde Berlin, Foto: Carola Radke

Schnee-Eule, Nyctea scandiaca
Preis: 300,-€
Als Hedwig, die Post-Eule von Harry Potter, ist die Schnee-Eule heute weit bekannt. Weniger bekannt ist vielleicht, dass die nahe dem nördlichen Polarkreis lebende Schnee-Eule ein besonders dichtes Gefieder hat, sogar die Füße sind in Federn gehüllt. Ihr Federkleid lässt sie während der Jagd ebenso wie beim Brüten auf dem Boden auf den felsigen Schneeflächen der Tundra unsichtbar werden. Die im Gegensatz zu unseren heimischen Eulen tagaktive Schnee-Eule ernährt sich überwiegend von kleinen Nagetieren. Ihre Patenschaft kommt der wissenschaftlichen Sammlung zugute. (Beispielfoto)

Individuelle Patenschaften

Reptilien und Amphibien konserviert in Alkohol in den Sammlungen des Museums für Naturkunde Berlin, Foto: Carola Radke

Wenn Sie in den oben genannten Vorschlägen kein passendes Objekt finden konnten, oder ganz besondere Vorstellungen von Ihrem Patenkind haben, erhalten Sie ein individuelles Patenschaftsangebot. Aus 30 Millionen Objekten suchen wir Ihnen gern ein passendes Patenkind aus. Senden Sie Ihre Anfrage für ein individuelles Angebot an uns. Je mehr Wunschangaben Sie haben, desto genauer können wir suchen. Informieren Sie sich deshalb gern auf unserer Homepage über unsere Sammlungen für erste Anhaltspunkte.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir individuelle Objekte erst ab einem Spendenwert von 200 Euro anbieten können. Patenschaften ab 35 Euro können wir im Rahmen der Insektenkastenpatenschaften anbieten.

Patenschaftstag
Aufgrund der anhaltenden Bau- und Sanierungsarbeiten in den Sammlungsbereichen ist es momentan leider nicht möglich, Patenschaftstage anzubieten. Wenn Sie als Pate eines Sammlungsobjektes (nicht für Insektenkastenpaten) das Museum für Naturkunde besuchen möchten, senden Sie bitte eine eine E-Mail mit Angabe Ihres Namens, Adresse und der Nummer Ihres Patenobjektes an patenschaften@mfn-berlin.de und wir senden Ihnen gern einen Gutschein für einen Museumsbesuch in 2016 zu. Maximal 1 Gutschein pro Person, Änderungen vorbehalten.

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Kontakt

Stefanie Krzyzniewski

E-Mail: patenschaften@mfn-berlin.de